MdB Christian Flisek: „Zukunft des deutschen Handwerks sicherstellen“

20. Dezember 2014

Das deutsche Handwerk hat eine gute Zukunft vor sich. Darüber waren sich der AGS-Bundesvorsitzende Christian Flisek (MdB) und der Generalsekretär des Bundesverbandes des deutschen Handwerks, Holger Schwanneke, bei ihrem Treffen in Berlin einig. „Gegenwärtig ist die Lage gut. In den nächsten Jahren kommen jedoch große Herausforderungen auf das Handwerk zu“, berichtete Schwannecke.

Flisek würdigte die herausragende Rolle des Handwerks für die berufliche Ausbildung in Deutschland und stellte klar: „Die SPD bekennt sich uneingeschränkt zur dualen Ausbildung und zum Erhalt des Meisterbriefes. Sie dürfen nicht dem Deregulierungsdruck der EU-Kommission geopfert werden. Ganz im Gegenteil! Das deutsche System der Berufsbildung wird mehr und mehr zum Vorbildmodell für andere europäische Staaten.“

Eine besondere Herausforderung für das Handwerk sind die neuen Formen der Selbständigkeit, die im Zuge neuer Internetgeschäftsmodelle entstehen. Damit werden Mindestlöhne und Tarifverträge umgangen. „Das hat langfristig negative Auswirkungen auf unsere Sozialversicherungssysteme. Alle sprechen von Industrie 4.0. Doch auch das Handwerk kann sich der digitalen Entwicklung nicht entziehen. Das gilt sowohl für die Ausbildung, die sich dem Thema annehmen muss, als auch für die Wertschöpfungsketten im Handwerk“ mahnte Flisek.

Ein weiteres Thema war die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer. „Hier muss zügig ein verfassungskonformer Vorschlag auf dem Tisch liegen. Die Erbschaftssteuer darf kein Jobkiller werden. Unser Ziel bleibt der Schutz von Arbeitsplätzen bei der Übertragung von Betrieben“, sagte Flisek.

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