Aktuelle Studie zur Nationalen Hochwasserstrategie: Flutpolder an der Donau entscheidend für Hochwasserschutz in Niederbayern

10. Juni 2021

MdL Christian Flisek: Sachentscheidung zu den Flutpoldern Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof überfällig - Umweltminister Glauber muss sich endlich gegen Parteifreund Aiwanger behaupten.

Im Hinblick auf die kürzlich (26.05.2021) veröffentlichten Forschungsergebnisse der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) fordert der Passauer Landtagsabgeordnete Christian Flisek (SPD) erneut eine zügige Sachentscheidung zu den geplanten Flutpoldern in Bertoldsheim (Landkreis Neuburg Schrobenhausen), Eltheim und Wörthof (beide Landkreis Regensburg).

„Angesichts der eindeutigen Studienlage darf die Entscheidung über die Flutpolder in Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof nicht länger hinauszögert werden. Umweltminister Glauber muss sich endlich gegen seinen Parteifreund und Wirtschaftsminister Aiwanger behaupten, der die Polder mit allen politischen Mitteln zu verhindern versucht“, fordert Flisek.

Längst sei klar, dass eine Hochwasserkatastrophe wie im Sommer 2013 nicht alleine nur durch intelligentes Staustufenmanagement und Retentionsflächen verhindert werden könne, erläutert der niederbayerische Abgeordnete. Bereits seit der Veröffentlichung der Bedarfsanalyse des Landesamtes für Umwelt wisse man, dass alleine durch die Polder in Bertoldsheim, Eltheim und Wörthof eine Senkung der Scheitelwelle um 10 % ermöglicht werden könne. Die brandaktuellen Forschungsergebnisse des Bundesamtes für Gewässerschütz bestätigten erneut, dass die Flutpolder ein unverzichtbarer Bestandteil des nationalen Hochwasserschutzprogramms und damit entscheidend für einen umfassenden Hochwasserschutzes für Niederbayern seien. „Die Donau-Unterlieger in Niederbayern wie z. B. im Landkreis Deggendorf und in Passau warten bereits seit Jahren auf eine verbindliche Entscheidung der Staatsregierung in Sachen Flutpolder. Der bayerische Umweltminister darf in dieser existentiellen Frage nicht länger auf Zeit spielen. Stattdessen muss Herr Glauber endlich seinen Pflichten zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in den Überschwemmungsgebieten nachkommen“, stellt der SPD-Politiker klar.

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