Bayerischer Wald darf beim ÖPNV nicht abgehängt werden!

24. April 2019

Passauer Abgeordneter zum Antrittsbesuch bei Landrat Sebastian Gruber

Zu einem ausführlichen Gespräch trafen sich der Passauer Landtagsabgeordnete Christian Flisek und der Landrat des Landkreises Freyung Grafenau Sebastian Gruber im Landratsamt. Gruber berichtete von der Einführung des neuen Nahverkehrskonzepts im Landkreis Freyung-Grafenau. Dadurch konnte für die Bürgerinnen und Bürger eine weitere Verbesserung des Angebotes erreicht werden. Allerdings sei es schwierig und sehr kostenintensiv in einer so ländlich geprägten Region einen umfassenden öffentlichen Nahverkehr bereitzustellen. „Mittelfristig muss es unser gemeinsames Ziel sein, einen gemeinsamen Nahverkehrsraum für die Landkreise Freyung-Grafenau, Passau und die Stadt Passau zu schaffen“, erklärte der Kommunalpolitiker weiter. Flisek lobte das Engagement und stellte fest: „Wir haben beim öffentlichen Nahverkehr in unserer Region sicher noch Luft nach oben. Um das volle Potenzial ausschöpfen zu können, müssen aber endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen an die Gesetzmäßigkeiten im ländlichen Raum angepasst werden.“ Gerade das Verbot des Parallelverkehrs von Bus und Bahn sei ein großes Hindernis, da es die mögliche Reaktivierung ehemaliger Bahnlinien wie z. B. der Ilztal- oder Regentalbahn unnötig erschwere. „Wir brauchen vor Ort ganz klar eine Kombination von Bus und Bahn“, betonte der Passauer Abgeordnete. Einig waren sich die beiden Politiker, dass auch der Landkreis Freyung-Grafenau enorm von der Europäischen Union profitiert habe. Es sei daher wichtig, dass es bei der Europawahl eine möglichst hohe Wahlbeteiligung gebe. Insbesondere der kommunale Verband Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn e. V. leiste wichtige Arbeit im Grenzraum zwischen Bayern, Österreich und Tschechien. Hier werden Projekte mit beantragten förderfähigen Kosten bis zu 25.000 € unterstützt, im Rahmen derer mindestens je ein bayerischer und ein österreichischer Projektpartner gemeinsam eine nachhaltige Maßnahme planen und durchführen. „Durch diese Förderungen werden viele großartige Projekte im Bereich Tourismus, Kultur und Verkehr ermöglicht, die die Lebensqualität im Grenzraum spürbar steigern“, erklärte Flisek. Er werde hierfür auch bei seinem Kollegen im Europaparlament Ismail Ertug und der bayerischen Spitzendkandidatin Maria Noichl werben, versprach Flisek abschließend.

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