Digitales Rathaus und schnelles Internet für Klouster

28. Juli 2021

MdL Christian Flisek und SPD-Bundestagskandidat Dennis Schötz im Gespräch mit Rinchnachs Bürgermeisterin Simone Hilz.

Seit Ende Mai hat Simone Hilz das Sagen im Klousterer Rathaus. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und derzeit eine von drei Bürgermeisterinnen im Landkreis Regen Den Antrittsbesuch des Passauer Landtagsabgeordneten Christian Flisek, der auch den Stimmkreis Regen betreut, nutzte man, um sich über aktuelle kommunalpolitische Herausforderung in der Gemeinde auszutauschen. Begleitet wurde Flisek von SPD-Bundestagskandidat Dennis Schötz. Flisek gratulierte Hilz zu ihrer Wahl und erklärte: „Simone Hilz hat einen unheimlich engagierten Wahlkampf geführt und viele Ideen für die Zukunft von Rinchnach präsentiert. Das hat die Wählerinnen und Wähler offensichtlich überzeugt. Für die anstehenden Herausforderungen ist das eine gute Ausgangsbasis.“ Auch Schötz gratulierte der Rathauschefin zu ihrem Wahlsieg. Hilz bedankte sich für die Glückwünsche und betonte, dass es ihr nach dem knappen Ausgang der Stichwahl jetzt besonders wichtig sei, auch diejenigen zu überzeugen, die nicht für sie gestimmt hätten. „Als Bürgermeisterin will ich gemeinsam mit allen Gruppierungen lösungsorientiert und erfolgreich für unsere Gemeinde arbeiten.“

Im Anschluss berichtet die Bürgermeisterin den SPD-Politikern über ihre Pläne für die Gemeinde. Ein besonders wichtiges Anliegen sei ihr der Breitbandausbau, um die Gemeindebürger mit schnellem Internet zu versorgen, erklärte Hilz. „Gerade in einer ländlich geprägten Gemeinde wie Rinchnach ist ein flächendeckender Breitbandausbau trotz hoher Förderquoten eine finanzielle und planerische Herausforderung.“ Bei der derzeitigen Auslastung der Baufirmen sei zudem mit Verzögerungen und Kostensteigerungen zu rechnen, die die Gemeinde dann alleine tragen müsse. „Eine schnelle Internetverbindung ist der wichtigste Standortfaktor gerade im ländlichen Raum. Immer mehr mittelständische Unternehmen sind darauf unbedingt angewiesen. Aber auch Arbeitnehmer, die auch nach Ende der Pandemie im Homeoffice arbeiten wollen, brauchen Glasfaser-Internet. Der Freistaat und der Bund müssen die Kommunen daher bei dieser Mammutaufgabe nach Kräften unterstützen, wenn die Stärkung des ländlichen Raumes nicht nur ein leeres Versprechen bleiben soll“, stellte Flisek klar und bot seine Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern an.

Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau stehe auch die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung, fuhr Hilz fort. Heute würden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen überwiegend digitale Kommunikationswege nutzen und erledigten mittlerweile einen Großteil ihrer geschäftlichen Aktivitäten auf elektronischem Weg. „Die Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt, während die Gemeindeverwaltung hier momentan noch nicht Schritt halten kann“, erklärte die Bürgermeisterin. Das wolle sie ändern. „Es ist gut, dass auch in kleineren Gemeinden ein Umdenken stattfindet und eigene Schritte hin zu einer digitalen Verwaltung unternommen werden“, betonte Flisek. Der Freistaat und insbesondere Digitalministerin Judith Gerlach seien aufgefordert, den Kommunen hier beratend und auch finanziell zur Seite zu stehen, fordert der Landtagsabgeordnete Auch SPD-Bundestagskandidat Dennis Schötz ist überzeugt, dass davon Bürgerinnen und Bürger und die Verwaltung gleichermaßen profitieren würden, weil Bürokratie und lange Warteschlangen auf den Ämtern endlich Geschichte wären. Zum Abschluss des Gesprächs bedankten sich die SPD-Politiker für die Einladung und das gute Gespräch und man vereinbarte, weiterhin in engem Austausch bleiben wollen.

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