Drohende Klinikschließung wegen Uniklinik: MdL Christian Flisek fordert Klarstellung von Wissenschaftsminister Bernd Sibler

03. Februar 2020

Der Passauer Landtagsabgeordnete Christian Flisek verlangt vom Bayerischen Wissenschaftsminister Klarstellung im Hinblick auf seine Aussagen beim Wahlkampfauftakt der CSU in Grainet.

In einer Pressemitteilung wird Sibler dahingehend zitiert, dass durch die Errichtung einer Universitätsklinik in Passau die kleineren Kreiskrankenhäuser in Freyung, Grafenau und Wegscheid von der Schließung bedroht seien, weil die Patienten nach Passau abwandern würden. „Die zitierten Aussagen, sollten sie so gefallen sein, irritieren mich zutiefst“, erklärte der SPD-Politiker. Man habe in der Region lange und hart für die Einsetzung einer Expertenkommission durch das Wissenschaftsministerium gekämpft und sei froh darüber, dass die Expertinnen und Experten bereits ihre Arbeit aufgenommen haben. „Wir befinden uns noch ganz am Beginn eines Prozesses, an dessen Ende hoffentlich eine staatliche Medizinerausbildung und eine Uniklinik für Niederbayern steht. Allerdings ist es derzeit noch viel zu früh für Euphorie oder Angstmacherei“, stellt Flisek klar. Wichtig sei jetzt, dass die Expertenkommission in Ruhe alle möglichen Varianten ausloten könne. Damit am Ende ein tragfähiges Konzept stehe, von dem die gesamte Region profitieren könne. „Wir sind bisher nur so weit gekommen, weil wir alle parteiübergreifend an einem Strang gezogen haben. Wenn wir dem Ärztemangel wirklich etwas entgegensetzen und eine hochwertige medizinische Versorgung überall in Niederbayern sicherstellen wollen, müssen wir weiter Einigkeit zeigen“, ist Flisek überzeugt. Schließlich seien insbesondere auch die kleineren Kliniken in der Region vom demografischen Wandel und dem Ärztemangel betroffen. „Nachdem der Wissenschaftsminister zum Jahresanfang in der Passauer Neuen Presse gemeinsam mit seinen Landtagskollegen aus der Region angekündigt hat, dass Nichtstun keine Option sei, erwarte ich von Bernd Sibler eine klare Aussage darüber, wie seine jüngsten Äußerungen zu verstehen sind“, fordert Flisek und weiter: „Mit Angstmacherei im Kommunalwahlkampf lässt sich die Zukunft Niederbayerns nicht gestalten.“

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