Hochschulen: Neustart darf kein Fehlstart werden

03. September 2021

Wissenschaftspolitischer Sprecher Flisek fordert deutlich mehr Investitionen in Präsenzlehre und Digitalisierung

Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt den Wiedereinstieg in die Präsenzlehre der Hochschulen in Bayern zum Wintersemester 21/22. „Nach drei Semestern digitalen Studiums fernab von Kommilitoninnen und Kommilitonen und Bezug zum Hochschulcampus wird es jetzt Zeit, dass die Studierenden wieder an die Unis kommen. Allerdings brauchen die Hochschulen beim Neustart im Wintersemester deutlichere Unterstützung", erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher Christian Flisek zur heutigen (3.9.) Pressekonferenz von Wissenschaftsminister Sibler.

„Damit der Neustart nicht zum Fehlstart wird, muss die Staatsregierung jetzt endlich Verantwortung für die Hochschulen übernehmen und Investitionen in die Präsenzlehre umsetzen. Die vom Wissenschaftsminister angekündigte Summe von einer halben Million Euro für alle bayerischen Hochschulen macht erneut deutlich, dass die Staatsregierung den Hochschulen in der Corona-Krise keinerlei Priorität einräumt. Die aufwändigen Bemühungen der Hochschulen für die Digitalisierung der Lehrangebote und die bevorstehenden Aufgaben bei der Kontrolle der 3G-Regelung müssen weiterhin allein von den Hochschulen finanziert werden.“

Die SPD-Landtagsfraktion hatte in den vergangenen Haushaltsberatungen ein Sofortprogramm für die Digitalisierung an den Hochschulen über 20 Millionen Euro gefordert, das von der Regierungsfraktionen abgelehnt wurde. Die Digitalisierung stellt eine zusätzliche finanzielle Herausforderung für die Hochschulen dar. Über alle Hochschulen hinweg haben Hochschulleitungen Finanzierungsprobleme bei der Bereitstellung einer entsprechenden technischen Infrastruktur und der personellen Ausstattung zur Erstellung digitaler Lehr- und Lernangebote. Die Kosten entstehen durch den Auf- und Ausbau der technischen Infrastruktur an den Hochschulen wie neue Server und Videokonferenzanlagen, die Erhöhung von Speicherkapazitäten, Softwarelizenzen, digitale Tools und auch Fortbildungsangebote.

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