MdL Flisek und Landrat Meyer: Gemeinsam für die Passauer Heimatregion

20. Februar 2019

Landtagsabgeordneter Christian Flisek zum Antrittsbesuch bei Landrat Franz Meyer

Viel zu besprechen gab es beim Antrittsbesuch des Passauer Landtagsabgeordneten Christian Flisek (SPD) bei Franz Meyer, Landrat des Landkreises Passau. Das Thema Hochwasserschutz und Flutpolder, das vergangene Woche auch im Plenum des Bayerischen Landtags behandelt wurde, beschäftigt nach wie vor die örtlichen Politiker in den betroffenen Gebieten. „Es wird sich zeigen, ob der neue Umweltminister Thorsten Glauber seinen sachorientierten Aussagen auch Taten folgen lassen wird“, konstatierte Flisek. „Ich erwarte hier, dass der Minister sehr schnell in die Region kommt, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen“, so Flisek. Wichtig sei daher, dass man in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten weiter parteiübergreifen mit einer Stimme spreche, betonte Meyer. „Wir Landräte und Oberbürgermeister in Niederbayern werden uns nicht auseinander dividieren lassen und freuen uns über jede Unterstützung aus dem Bayerischen Landtag“, so der Landrat. Im Bereich Umwelt- und Naturschutz gehe der Landkreis neue Wege und befinde sich gerade mitten in der Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie. „Wir haben uns als erster Landkreis in Bayern der Agenda 2030 der Vereinten Nationen angeschlossen“, erklärte der Landrat stolz. Man habe sich zunächst 6 Ziele gesetzt, die von bezahlbarer, sauberer Energie über nachhaltiges Wirtschaften sowohl auf öffentlich-rechtlicher als auch auf privatrechtlicher Ebene, Maßnahmen zum aktiven Klimaschutz und der Schutz der örtlichen Ökosysteme bis hin zu Partnerschaften zur Erreichung der Ziele reichen. So wolle man auf kommunaler Ebene alles dafür tun, eine nachhaltige Region zu werden. Flisek lobte die Vorbildfunktion des Landkreises und ergänzte, dass auch ein gut ausgebauter und attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr zu einem nachhaltigen Landkreis beitragen kann. „Gerade im ländlichen Raum ist es aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen oft schwierig, einen attraktiven ÖPNV anzubieten“, stellte Flisek klar. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten hier an die besonderen Bedürfnisse angepasst werden. Gerade beim Thema ÖPNV sei der Weg hin zu gleichwertigen Lebensverhältnissen zwischen den Metropolregionen und dem Land noch weit. „Das Problem ist oft nicht das Angebot selbst, sondern dass es an den Grenzen der jeweiligen Gebietskörperschaft endet. Gerade für die Bewohner der Gemeinden des Landkreises, die an die kreisfreie Stadt Passau grenzen, wären übergreifende Buslinien ein großer Gewinn“, schlug Flisek vor. Meyer stimmte zu und erklärte, dass es zwischen den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau sowie der kreisfreien Stadt Passau bereits Gespräche zur Optimierung gibt, und eine Tarifgemeinschaft bzw. ein Nahverkehrsraum anzustreben ist.
Auch für eine medizinische Fakultät an der Universität Passau wollen sich die beiden Politiker weiter einsetzen. Das Thema sei im Landtag und in der Staatsregierung angekommen. „Die Aussagen von Staatskanzleichef Herrmann, man werde sich auch um Niederbayern kümmern, macht Hoffnung und zeigt, dass es sich lohnt dranzubleiben“, erklärte Flisek. Vor Ort jedenfalls würden mit der vom Stadtrat Passau eingesetzten Arbeitsgruppe die Hausaufgaben gemacht. „Es freut mich außerordentlich, dass hier auch der Landkreis Passau aktiv mitarbeitet“, erklärte der Abgeordnete. „Wir brauchen eine maßgeschneiderte Lösung für Passau unter Einbeziehung aller Gesundheitseinrichtungen der Region. Dafür brauche wir auch die Expertise aus dem Wissenschaftsministerium“, betonte Flisek. Zum Abschluss des Gespräches überreichte Franz Meyer dem Abgeordneten die neue Krawatte des Landkreises.

Teilen