Neues Milliardenprogramm für Hochschulen: MdL Flisek fordert jetzt Grundsatzentscheidung für eine Medizinische Fakultät in Passau

19. September 2019

Nach der Ankündigung einer umfassenden Hochschulreform durch den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, fordert der niederbayerische Abgeordnete Christian Flisek die bayerische Staatsregierung auf, die Errichtung einer medizinischen Fakultät in Passau endlich ernsthaft voranzutreiben.

Markus Söder hatte auf der Fraktionsklausur der CSU bekanntgegeben, innerhalb von ca. 5 Jahren bis zu einer Milliarde Euro zusätzlich investieren zu wollen. Unter anderem sollen 1000 Professuren und 10 000 Studienplätze neu geschaffen werden. „Gut, dass der Ministerpräsident erkannt hat, dass wir in der bayerischen Wissenschaftslandschaft mehr Professuren und Studienplätze brauchen und bereit ist, dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen“, freut sich der hochschulpolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion am Rande der Klausurtagung in München. Es sei besonders wichtig, nicht nur in bestehende Lehrstühle und Forschungseinrichtungen zu investieren, sondern auch kluge neue Standortentscheidungen für die Zukunft zu treffen. „Niederbayern ist der einzige Regierungsbezirk ohne Universitätsklinikum und hat keine medizinische Fakultät. Gleichzeitig ist unser Regierungsbezirk vom Ärztemangel gerade in den ländlich geprägten Regionen sehr stark betroffen“, erläutert der SPD-Politiker. Flisek fordert, dass endlich eine hochkarätig besetzte Expertengruppe vom Wissenschaftsministerium eingesetzt wird, die ein tragfähiges Konzept für den Wissenschaftsrat erarbeiten soll. „Für die Neugründung einer Technischen Universität in Nürnberg wurden von oben Fachleute aus Bayern und der Bundesrepublik an einem Tisch versammelt und von uns wird erwartet, auf kommunaler Ebene im Stadtrat von Passau ein Konzept zu erarbeiten. Da fühle ich mich nicht ernst genommen“, ärgert sich Flisek. „Eine politische Grundsatzentscheidung zugunsten Niederbayerns ist überfällig“, so Flisek. Niederbayern habe mit der Universität Passau und der Technischen Hochschule Deggendorf zwei hervorragende Hochschulen, die insbesondere im Bereich Informatik und künstlicher Intelligenz hervorragende Forschung betreiben. Der SPD-Politiker ist überzeugt, dass das die idealen Voraussetzungen für den Aufbau eines modernen Medizinstudiengangs sind, der die klassische Medizinerausbildung durch die Einbeziehung digitaler Innovationen bestens ergänzen kann. Der Zeitpunkt könnte jetzt nicht besser sein, meint Flisek. „Der Freistaat will investieren und die Region steht geschlossen hinter diesem Projekt. Worauf also warten?“

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