SPD-MdB Flisek kritisiert: „Scheuer verweigert direkte Debatte im Wahlkreis“

06. September 2017

Der Passauer Bundestagsabgeordnete Christian Flisek (SPD) wirft seinem Gegenkandidaten Andreas Scheuer (CSU) vor, sich vor der direkten Auseinandersetzung im Wahlkampf zu drücken.

Auch bei der großen Podiumsdiskussion des DGB, welche heute am Dienstag auf dem Oberhaus stattfindet, hat sich der CSU-Abgeordnete Andreas Scheuer nach Angaben der Veranstalter in letzter Minute entschuldigt. Damit gibt es nach aktuellem Stand im gesamten Wahlkampf keine öffentliche Diskussionsveranstaltung, auf der sich Scheuer seinen Mitbewerbern um das Direktmandat für den Wahlkreis stellt.

„Es ist nicht gut für unsere Demokratie, wenn sich die Kandidaten nicht den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern stellen und ihre unterschiedlichen Positionen öffentlich erklären“, kritisiert Flisek. Die CSU tapeziere den ganzen Wahlkreis mit Plakaten zu.

Wofür Scheuer außer markigen Sprüchen aber in der Renten-, Pflege-, Gesundheitspolitik stehe, sei aber nicht zu erfahren. Diese Arroganz der Macht sei nicht ungewöhnlich für die Union.

Schließlich würde auch die Bundeskanzlerin der direkten Konfrontation mit Kanzlerkandidat Schulz weitestgehend aus dem Weg gehen, betonte Flisek, der schon seit Monaten im Wahlkreis unterwegs ist und an mehreren Diskussionsveranstaltungen mit Bundestagskandidaten anderer Parteien teilnahm, um den Bürgerinnen und Bürgern die unterschiedlichen Positionen der Parteien darzustellen.

Ganz hat der SPD-Politiker die Hoffnung auf ein Aufeinandertreffen aber noch nicht aufgegeben. „Ich würde mich sehr über eine Möglichkeit freuen, mit Andreas Scheuer in den kommenden 19 Tagen über unsere unterschiedlichen Positionen zu den drängenden Fragen im Wahlkreis Passau zu diskutieren. Aus meiner Sicht haben die Bürgerinnen und Bürger ein Recht auf so einen Austausch!

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