Statement von MdL Christian Flisek zum Kulturfonds 2022

16. Februar 2022

Ich freue mich für alle niederbayerischen Künstlerinnen und Künstler, die in diesem Jahr von Mitteln aus dem Kulturfonds profitieren. Die Breite der geförderten Projekte zeigt, wie vielfältig und vital die Kulturszene in Niederbayern ist. Die Mittel aus dem Kulturfonds sind eine willkommene und dringend notwendige Unterstützung für die Kunstschaffenden. Gerade jetzt, in denen die Szene durch die Corona-Pandemie unter enormen Druck steht.

Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Freude durch das regionale Ungleichgewicht bei der Mittelverteilung getrübt. Während rund 50 Prozent aller Fördergelder nach Oberbayern (30,5 %) und nach Schwaben (21,8 %) fließen, erhält Niederbayern nur 10 %. Auch in den vergangenen Förderperioden sei Niederbayern jeweils am unteren Ende der Rangliste zu finden gewesen, obwohl es in unserem Regierungsbezirk sicher kein geringeres Angebot an Kunst und Kultur gibt.

Das Ungleichgewicht zeigt, dass gerade bei der Information über die Möglichkeiten des Fonds großer Nachholbedarf besteht. Wir brauchen endlich mehr qualifizierte Beratung und Unterstützung der Künstlerinnen und Künstler bei der Antragsstellung. Nur mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit wird es gelungen, die Szene bayernweit über diese wichtige Fördermöglichkeit zu informieren.

Zudem steht für mich fest, dass die finanzielle Ausstattung des Fonds grundsätzlich erhöht werden muss. In den letzten 15 Jahren ist die Fördersumme um fast 20 Prozent gesunken. Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert daher in einem aktuellen Haushaltsantrag eine Erhöhung der Mittel um eine Million Euro.

Zuletzt möchte ich die niederbayerischen Kunst- und Kulturschaffenden ermuntern, sich für das nächste Jahr noch stärker um die Mittel aus dem Kulturfonds bei der Regierung von Niederbayern zu bewerben.

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