TZE Ruhstorf leistet wichtigen Beitrag zur Energiewende

07. August 2019

SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller und Christian Flisek zu Besuch im TZE Ruhstorf

Im Rahmen ihrer traditionellen Sommerreise besuchten die niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller aus Landshut und Christian Flisek aus Passau das Technologiezentrum Energie in Ruhstorf an der Rott. Geschäftsführer Dr. Reinhart Schwaiberger empfing die beiden Abgeordneten, die von einer Delegation des SPD-Ortsvereins Ruhstorf um Vorsitzende und Marktgemeinderätin Erika Graml und Altbürgermeister Erich Hallhuber begleitet wurden. Schwaiberger berichtete über die den laufenden Betrieb und aktuelle Forschungsprojekte. „Wir sind momentan projektseitig sehr gut aufgestellt. Die hochdotierten Projekte laufen grenzüberschreitend mit den Nachbarländern Österreich oder Tschechien und werden mit EU-Mitteln gefördert.“ Im Herbst 2019 fände schließlich eine Evaluierung durch unabhängige Experten statt, die über die Zukunft des TZE entscheiden wird, erklärte der Geschäftsführer. Schwaiberger zeigt sich zuversichtlich, dass das TZE in Ruhstorf weitergeführt wird. Immerhin sei man das forschungsstärkste Technologiezentrum in ganz Bayern. Für eine positive Zukunft sei aber wichtig, dass es weiterhin eine grundständige Finanzierung durch den Freistaat Bayer sichergestellt sei. Flisek stellte klar, dass das TZE ein wichtiger Baustein für Forschung und Entwicklung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut sei. „Bedauerlicherweise hat die Staatsregierung den Schwerpunkt im Doppelhaushalt 2019/2020 einseitig auf Familie und Sicherheit gelegt“, erläuterte Flisek. Der Wissenschaftshaushalt sei dabei zu kurz gekommen und im Übrigen seit Jahren chronisch unterfinanziert. „An allen Universitäten und Hochschulen sind die Mittel knapp. Es fehlt an Geld für Personal aber auch für dringend notwendige Bau- und Sanierungsmaßnahmen“, stellte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion klar. „Wenn es der Freistaat mit seiner Regionalisierungsstrategie in der Hochschullandschaft ernst meint, dann muss er auch die nötigen Mittel zu Verfügung stellen“, fordert Flisek. Anschließend führte Schwaiberger die Delegation durch die Anlage und informierte die Abgeordneten über die laufenden Projekte. Insbesondere die Forschungsanlagen in denen elektrische Energie zur langfristigen Speicherung in Methangas umgewandelt wird (Power2Gas), weckte das Interesse der Politiker. Die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller zeigte sich von der umfangreichen Forschung begeistert: „Es ist erstaunlich, was hier auf die Beine gestellt wird. Sei es bei der Batteriezellenforschung oder wenn es darum geht kurz- und langfristige Speichertechnologien zu entwickeln.“ Flisek pflichtete seiner Kollegin bei und betonte: „In Ruhstorf wird ein wichtiger Beitrag zum Erfolg der Energiewende und zum Klimaschutz geleistet. Hier wird Zukunftsforschung betrieben, die zur dauerhaften Ansiedlung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in der Region führen kann.“ Durch eine Verstetigung der Forschungsarbeit am Standort Ruhstorf stiegen die Chancen, dass sich forschungsnahe Betriebe vor Ort ansiedeln würden, ist sich der Passauer Abgeordnete sicher und versprach, sich dafür in München einzusetzen

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